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Foil Fish – Mit Hydrofoilboard übers Wasser schweben

Ich besitze ein neues Board.

Foil Fish Kitesurf Foil Liquid Force

Gekauft wurde das gute Stück ziemlich spontan, nachdem ich es von einem Kitebekannten eine Nachmittagssession testen durfte, quasi direkt am Strand.

Für alle Nichtkiter mag das wohl wahnsinnig seltsam aussehen. Wenn man dieses Ungetüm von Board zum Strand schleppt, kassiert man doch einige verständnislose Blicke. Abgestellt sieht das ganze dann schon fast aus wie ein Tresen.
Doch die kitende Gemeinde unter euch kennt den neuen Trend sicher schon längst.

Mit diesen Boards ist es nun möglich quasi über das Wasser zu schweben!

Foil Fish Liquid Force Kitesurfing Hydrofoil

Das ist echt krass, das müsst ihr euch mal auf Youtube ansehen, was damit möglich ist. Aber zugegeben im ersten Moment fand ich, dass dieses Foilen ziemlich komisch aussieht und ich war nicht wirklich überzeugt. Fand ich es doch ganz falsch, dass man nicht mit den Wellen und Härten des Wassers direkt zu kämpfen hat, da diese ganze Wasserbewegung ja ca 1 Meter unter einem stattfindet. Außerdem sieht das Springen meiner Meinung auch nicht so stylish aus mit diesem langen Dingsbums da dran. Wobei man es zum Springen natürlich erstmal schaffen muss auf diesem Foil 😀
Doch innerhalb der letzten Monate wurde ich so oft damit konfrontiert, dass mich dann doch die Neugierde gepackt hat, was es mit dieser neuen Kitesurfdisziplin so auf auf sich hat.

Was passiert beim Foilen?

Foil Fish Kitesurf Foil Liquid Force
Durch die zunehmende Geschwindigkeit hebt sich das Board durch die Tragflügel aus dem Wasser heraus. Der gesamte Rumpf des Boards verlässt also die Wasseroberfläche und man gleitet darüber hinweg. Es bleiben also nur die Flügel und damit ein kleiner Teil der Konstruktion unter Wasser. Der Wasserwiderstand wird dabei deutlich geringer und es können hohe Geschwindigkeiten erreicht werden. Vielleicht kennt das der ein oder andere vom Segeln. Bekanntes Beispiel wäre die Jolle ‚Motte‘. Nun ist diese Technik bzw Art der Fortbewegung auch im Kitesport angekommen.

Warum ein Foilboard?

Kitesurf Foil
Gamechanger war, als ich eines Tages am Altmühlsee viel zu wenig Wind hatte, genervt am Rand saß und neidisch den Foilboardern zusah. Es ist echt der Wahnsinn, mit dieser Konstruktion kommt man schon bei 5 Knoten aufs Wasser. Für alle Leute, die an ihrem Homespot eher mit wenig Wind gesegnet sind also eine ideale Möglichkeit, um schon kleinste Luftzüge zum Kiten zu nutzen.
Damit sind wir also schon bei den Vorzügen, die diese Art des Überwassergleitens mit sich bringt.

weitere Vorteile:

– Geschwindigkeit
Durch den sehr geringen Wasserwiderstand und die perfekt geformten Finnen kann man schon bei wenig Windverdammt viel Speed aufbauen! – Geringer Widerstand
Und damit natürlich perfekt für die oben genannte Highspeed und Optimal bei Leichtwindbedingungen
– Kabbelwasserschwierigkeiten Adé
Denn du fliegst ja einfach drüber hinweg!
– Höhe laufen wird damit zum Kinderspiel
So habe ich das zumal gelesen. Duch die Form des Flügels soll es sogar viel schwerer sein einen Raumwindkurs einzuschlagen. Für alle Kiteaufsteiger, die noch immer den Walk of Shame des Höhelaufens gehen, also fast ein Traum 😀
Foil Fish Kitesurf Foil Liquid Force
Doch aufgepasst! Nur weil man das normale Kitesurfen beherrscht, ist man noch lange kein Herr der Lüfte auf dem Foil! Dieses Board erfordert nochmal einiges an Übung und Energie, bis man tatsächlich lässig übers Wasser gleiten kann. Damit darf sich also ein Jedermann wieder wie ein Anfänger in seinen ersten Kitestunden fühlen. Auch ich musste in meiner ersten und bisher einzigen richtigen Foilsession wieder durchs Wasser draggen und den Wasserstart üben. Da muss man sich also wirklich wieder drauf einlassen und sich eingestehen, dass man das ganz neu lernen muss, da die Boardbelastung eine ganz andere ist. Also Geduld und Zeit ist gefragt.

Kommen wir zu den Nachteilen:

Foil Fish Kitesurf Foil Liquid Force

– Ihr braucht Schutzkleidung!
Ich habe mich also in der größten Hitze in meinen langen Neo gepresst, mir ne Schutzweste und n Helm ausgeliehen und bin so ins Wasser gestapft. Für die Leute sah das lustig aus, aber sinnvoll waren diese Vorsichtsmaßnahmen auf jeden Fall. Durch die großen Flügel ist das Verletzungsrisiko schon viel höher, vor allem da man bei den ersten Versuchen noch mit Rodeoritten zu rechnen hat. (Davon werde ich euch dann in einem weiteren Post berichten, wenn ich endlich meine zweite Foilsession hinter mich gebracht habe)
– Ein Leichtgewicht ist das Board leider nicht.
Ganz logisch, aber trotzdem unhandlich und natürlich etwas schwerer ist das Ganze schon. Da muss ich mir auch noch ne schlaue Möglichkeit überlegen, wie ich das am unkompliziertesten im Auto transportiere und zum Spot trage.
– Preislich ist so ein Foil schon eher Luxusklasse.
Für neue Foils zahlt man schon mindestens 1500 € aufwärts – nach oben hin sind da keine Grenzen.
Glücklicherweise habe ich meines für 800 € gebraucht direkt am Strand gekauft. Es ist noch in einem super Zustand und für den Einstieg perfekt.

Mein Foil Fish

Foil Fish Liquid Force Kitesurfing Hydrofoil

Mein Modell ist das Foil Fish von Liquid Force. Dazu kann ich nun leider noch gar nichts Näheres sagen, da ich dafür noch zu unerfahren bin. Soweit ich aber weiß ist das zur Zeit schon ein Bestseller und sehr gut für den angehenden Foilkiter geeignet. Außerdem finde ich es top, dass man den Mast abschrauben und die Finnen hinschrauben kann und dann ein chilliges Waveboard am Start hat.
Soviel erstmal zu diesen paar groben Fakten. Vordergründig sollte es in diesem Post darum gehen, dass ich nun auch mein Glück auf diesem Board probieren kann und euch dann mehr berichten werde sobald ich erste Erfolge verzeichnen kann.
Foil Fish Liquid Force Kitesurfing HydrofoilMeine erste Session in Spanien lief schon ganz akzeptabel. Es erforderte viel Kraft gegen den Onshore-Wind nach LUV zu draggen, um genug Abstand zum Strand zu bekommen, damit die Flügel nicht am Boden hängenblieben. Damit habe ich wahrscheinlich 75 % meiner Übungszeit verbracht 😀 Eigentlich hatte ich mir dann ganz fest vorgenommen, wieder zurück an meinen Leuten vorbei zu fahren, aber leider hatte der Wind und zugegeben auch meine Kraft nachgelassen.
Doch jetzt bin ich schon ganz heiß drauf, das endlich am See weiter auszuprobieren und nicht nur damit zu posen 😛 Beim nächsten Mal muss ich dann nämlich einfach ins Fahren kommen 🙂
liebst eure Celine :*

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